Ablauf der Geburt: So verläuft die Ankunft deines Babys
Jede Geburt ist einzigartig – aber oft auch verbunden mit Unsicherheiten. Wie läuft die Geburt eines Babys ab? Was sind sichere Anzeichen, dass es losgeht, und welche Geburtsphasen gibt es? Wir haben dir den Ablauf einer Geburt zusammengestellt, damit du dich gut vorbereitet und sicher fühlst.

Das Wichtigste in Kürze
Eine Geburt verläuft in drei Hauptphasen: Eröffnungsphase, Austreibungsphase und Nachgeburtsphase.
Erste Anzeichen können das Lösen des Schleimpfropfs in der Schwangerschaft, regelmässige Wehen oder ein Blasensprung sein.
Die Dauer ist sehr individuell. Eine Geburt kann wenige Stunden bis über mehrere Tage dauern.
Schmerzen lassen sich durch Atemtechniken, Bewegung, Wärme oder medizinische Methoden lindern.
Nach der Baby-Geburt folgt noch die Geburt der Plazenta. Dies ist ein wichtiger, aber oft wenig bekannter Teil des Ablaufs.
Ablauf einer Geburt – Schritt für Schritt
Eine Geburt verläuft in mehreren Phasen, die nacheinander stattfinden und jeweils eine wichtige Funktion haben.

1. Eröffnungsphase
Beginn: Meist mit regelmässigen Wehen.
Der Muttermund öffnet sich langsam von wenigen Millimetern bis auf etwa 10 cm.
Dauer: Bei Erstgebärenden oft 8–12 Stunden, bei weiteren Geburten meist kürzer.
Typische Begleiterscheinungen: Rückenschmerzen, Druck nach unten, eventuell das Abgehen des Schleimpfropfs in der Schwangerschaft sowie Frischblut beim Öffnen des Muttermunds.
2. Austreibungsphase
Start: Sobald der Muttermund vollständig geöffnet ist.
Jetzt beginnt das passive und dann aktive „Mitschieben“ mit den Presswehen. Mit jeder Wehe rutscht das Baby tiefer in den Geburtskanal. Durch den Druck wird der Pressdrang ausgelöst und es kann zum passiven sowie aktiven Mitschieben kommen.
Dauer: Zwischen 30 Minuten und 2 Stunden.
Höhepunkt: Die Geburt. Dein Kind tritt durch den Geburtskanal auf die Welt.
3. Nachgeburtsphase
Nachdem dein Kind geboren ist, löst sich die Plazenta.
Diese Phase dauert meist nur 10–30 Minuten.
Auch wenn sie oft wenig Beachtung findet, ist sie wichtig für den Abschluss der Geburt und wird von der Hebamme oder Ärztin sorgfältig überwacht.
Woran merkt man, dass die Geburt beginnt?
Die Frage beschäftigt fast alle werdenden Eltern: Wann ist es wirklich soweit? Diese Anzeichen geben dir Gewissheit:
Regelmässige Wehen
Spürbare Kontraktionen, die in gleichmässigen Abständen auftreten.
Sie werden intensiver, länger und lassen sich nicht mehr durch Ruhe oder ein warmes Bad aufhalten.Blasensprung
Plötzliches Abgehen von Fruchtwasser – manchmal schwallartig, manchmal nur tröpfchenweise.
Ein Blasensprung ist ein eindeutiges Zeichen: Du solltest dich sofort auf den Weg ins Spital oder Geburtshaus machen.Abgang des Schleimpfropfs
Der Schleimpfropf in der Schwangerschaft löst sich, oft als blutiger oder schleimiger Ausfluss erkennbar. Er signalisiert, dass der Muttermund weicher wird, bedeutet aber nicht immer, dass die Geburt sofort losgeht.Weitere mögliche Vorboten
Rückenschmerzen, ein Druck nach unten oder leichte Schmierblutungen.
Diese Anzeichen zeigen, dass dein Körper sich auf die Geburt vorbereitet.

Der Ablauf der Geburt ist so einzigartig und individuell wie du selbst
Der Ablauf einer Geburt folgt einem klaren Muster aus Eröffnungs-, Austreibungs- und Nachgeburtsphase. Auch wenn Dauer und Intensität individuell verschieden sind, hilft dir dieses Wissen, Ängste zu reduzieren.
Achte auf sichere Anzeichen wie regelmässige Wehen oder einen Blasensprung, denn dann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, dich auf den Weg ins Spital zu machen. Versuche die möglichst positiv auf die Geburt einzustimmen. Mit einer guten Vorbereitung und vertrauensvoller Begleitung kannst du dem grossen Moment der Geburt mit Zuversicht begegnen.
Häufigste Fragen & Antworten
Wie lange dauert eine Geburt?
Das ist sehr unterschiedlich. Bei Erstgebärenden kann die Geburt 12–18 Stunden dauern, bei weiteren Geburten ist sie meist kürzer.
Tut eine Geburt immer gleich weh?
Nein. Jede Frau empfindet Wehen anders. Es gibt viele Möglichkeiten zur Schmerzlinderung, und zwar von Atemtechniken bis zur Periduralanästhesie (PDA).
Muss ich bei Abgang des Schleimpfropfs sofort ins Spital?
Nicht unbedingt. Der Schleimpfropf kann sich Tage vor Geburtsbeginn lösen. In Kombination mit Wehen oder Blasensprung solltest du aber sofort deine Hebamme oder das Spital kontaktieren.
Kann eine Geburt auch ohne Wehen beginnen?
Ja, zum Beispiel durch einen Blasensprung. In diesem Fall setzt die Geburt meist innerhalb von wenigen Stunden ein.
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